In Griechenland hat sich die Zahl der Baugenehmigungen für neue Büroflächen im Jahr 2025 im Vergleich zum Jahr 2019 verdreifacht. Dieser deutliche Anstieg steht im Zusammenhang mit einem Mangel an hochwertigen, energieeffizienten Gebäuden sowie der schrittweisen Rückkehr der Beschäftigten an den physischen Arbeitsplatz. Treiber dieser Entwicklung ist eine starke Investitionsnachfrage, die weiterhin das Preisniveau am Markt stützt. Zu konkreten Transaktionssummen oder Kaufpreisen wurden in den Berichten keine Angaben gemacht.
Nach Erhebungen der europäischen Statistikbehörde Eurostat stieg der Anteil der Arbeitnehmer im Homeoffice in Griechenland von 5,2 Prozent im Jahr 2019 auf 14,8 Prozent im Jahr 2021. Bis zum Jahr 2025 sank dieser Wert wieder auf 6,8 Prozent. Die damit verbundene Rückkehr in die Büros verstärkte den Bedarf an neuen Räumlichkeiten. In der Folge kletterte die Zahl der erteilten Genehmigungen für Büros von etwa 130 bis 140 im Jahr 2019 auf fast 400 im Jahr 2025. Allein im Jahresvergleich verzeichnete dieses Segment einen Zuwachs von 38 Prozent, wie aus einer Analyse der Alpha Bank hervorgeht. Beim Bauvolumen zeigt sich hingegen ein Rückgang gegenüber dem Jahr 2024, in dem noch ein Anstieg von 100 Prozent registriert worden war, was auf kleinere Projektgrößen im Jahr 2025 hinweist.
Entwicklung bei Industrie-, Hotel- und Handelsimmobilien
Unter den Gewerbeimmobilien ragen Industriegebäude heraus. Das Bauvolumen neuer Genehmigungen verdoppelte sich im Jahr 2025 im Vergleich zum Niveau vor der Pandemie nahezu. Auch in der Hotellerie blieb die Bautätigkeit in den vergangenen Jahren im Vergleich zur Zeit der Wirtschaftskrise durchgehend auf einem hohen Niveau.
In den ersten zwei Monaten des laufenden Jahres hat sich das Wachstum bei Gewerbeimmobilien weiter beschleunigt. Die Zahl der neuen Baugenehmigungen stieg insgesamt um 25 Prozent, während das Genehmigungsvolumen um 84 Prozent zulegte. Ein deutliches Plus gab es in den Bereichen Einzelhandel, Bildungsgebäude und Mietunterkünfte. Bei Bürogebäuden ging die Anzahl der Genehmigungen in diesem Zeitraum zwar zurück, das Bauvolumen stieg jedoch an.
Aus dem Jahresbericht zur Geldpolitik der Bank von Griechenland geht hervor, dass die Zahl der Baugenehmigungen im Jahresvergleich bei Geschäften um 80,9 Prozent und bei Hotels um 69,2 Prozent stieg. Bei Büroflächen sank die Anzahl hingegen um 30,2 Prozent. Beim bebaubaren Volumen verzeichneten alle drei Immobilienklassen im selben Zeitraum jedoch hohe jährliche Wachstumsraten.
Der Bericht basiert auf Angaben der Tageszeitung eKathimerini unter Berufung auf Daten der Alpha Bank, von Eurostat sowie der Bank von Griechenland.




