Der griechische Markt für Ferienimmobilien verzeichnet für das Jahr 2026 weiterhin eine starke Dynamik. Während ausländische Käufer die wesentliche Triebkraft bleiben, verändert sich die Nachfragestruktur spürbar. Hohe Immobilienpreise in etablierten Hotspots veranlassen Investoren zunehmend dazu, bisher weniger beachtete Standorte im Land zu erschließen. Dies berichtet das griechische Wirtschaftsportal Newmoney.gr.
Die finanziellen Rahmenbedingungen variieren je nach Käufergruppe deutlich. Ein Großteil der heimischen griechischen Käufer bewegt sich in einem Budgetrahmen von 120.000 bis 250.000 Euro und fragt vor allem Eigentumswohnungen oder kleinere Einfamilienhäuser nach. Ausländische Investoren verfügen in der Regel über eine höhere Kaufkraft: Deren Kernsegment liegt zwischen 250.000 und 600.000 Euro. Im Premiumsegment für moderne Villen mit Pool, unverbaubarem Meerblick oder in direkter Strandlage überschreiten die Beträge regelmäßig 1 Million Euro und erreichen in Spitzenlagen ein Vielfaches davon.
Das ausländische Kaufinteresse stammt aus europäischen Ländern wie Deutschland, den Niederlanden, Belgien, Frankreich, Italien und dem Vereinigten Königreich sowie aus den USA, Israel und Ländern des Nahen Ostens. Während etablierte Destinationen wie die Kykladen mit Paros, Naxos, Syros, Mykonos und Santorini sowie Kreta, Korfu, Lefkada, Chalkidiki, das Pelion-Gebirge und Messenien weiterhin stark nachgefragt werden, rücken neue Regionen in den Fokus.
Neue Zielgebiete in West-, Nord- und Festlandgriechenland
In Westgriechenland gewinnt Palairos durch die Nähe zu Lefkada und den Ausbau des Nautik-Tourismus an Bedeutung. Plataria in Thesprotia punktet mit Meeresanbindung und der Erreichbarkeit über die Autobahn Egnatia Odos. Im Norden profitieren Keramoti und Nea Iraklitsa in Kavala von der Anbindung an die Balkanstaaten per Straße. In Mittelgriechenland verzeichnen Raches in Phthiotis sowie Eratini in Phokis steigendes Interesse.
Auf der Peloponnes entwickeln sich Tyros in Arkadien und Petalidi in Messenien zu Alternativen. In Achaia profitiert Longos von der Nähe zu Patras und dem Autobahnnetz. Gerakini und Psakoudia in Chalkidiki bieten günstigere Einstiegspreise im Vergleich zu gesättigten Orten. Besonders die Küstenzone von Ilia mit Orten wie Katakolo, Kourouta, Palouki, Skafidia und Zacharo gilt wegen ihrer langen Sandstrände, der Nähe zum antiken Olympia und vergleichsweise niedriger Grundstückspreise als potenzieller Entwicklungsraum.
Griechische Käufer bevorzugen Standorte, die zwei bis drei Autostunden von Athen oder Thessaloniki entfernt liegen, um die Immobilie nicht nur 15 bis 20 Sommer-Tage, sondern ganzjährig an Wochenenden zu nutzen. Neben dem Kaufpreis bestimmen Flughafenanbindungen, Marinas, Gastronomie und Renditemöglichkeiten bei Kurzzeit- oder Langzeitvermietungen die Kaufentscheidung.




