Zum Inhalt springen

Immobilienpreise

Antiparos überholt Mykonos bei den Immobilienpreisen

Auf dem griechischen Inselmarkt kommt es zu Verschiebungen unter den Top-Standorten. Laut einem Bericht des Wirtschaftsportals Imerisia und Daten von Spitogatos haben sich die Preise auf Antiparos in kurzer Zeit verdoppelt.

19. August 2026 · Daniel Große · Kykladen ·

Haus auf Antiparos
Haus auf AntiparosQuelle: Dimorsitanos / Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Antiparos entwickelt sich zu einem der teuersten Immobilienmärkte Griechenlands. Die durchschnittlichen Angebotspreise für Wohnimmobilien auf der Kykladeninsel haben sich seit 2019 nahezu verdoppelt. Im zweiten Quartal 2026 erreichten sie rund 7.600 Euro pro Quadratmeter und lagen damit erstmals über dem Niveau von Mykonos.

Damit verschiebt sich das Preisgefüge innerhalb der Kykladen. Mykonos, das über Jahre als Synonym für besonders hochpreisige Ferien- und Luxusimmobilien galt, kam im gleichen Zeitraum auf durchschnittlich 7.059 Euro pro Quadratmeter. Auf Rang drei folgte Paros mit 5.263 Euro pro Quadratmeter. Die Daten basieren auf Auswertungen des griechischen Immobilienportals Spitogatos und beziehen sich auf Angebotspreise, nicht auf tatsächlich abgeschlossene Kaufverträge.

Antiparos profitiert von knappem Angebot und Neubauten

Auffällig ist nicht nur das inzwischen erreichte Preisniveau, sondern auch die Struktur des Angebots. Im zweiten Quartal 2026 wurden auf Antiparos 149 Wohnungen zum Verkauf angeboten. Davon entfielen 104 Objekte auf Neubauten. Damit besteht ein vergleichsweise großer Teil des verfügbaren Angebots aus neuen oder hochwertigen Immobilien, berichtet auch cycladeslive.

Für den Markt spielt zudem die begrenzte Größe der Insel eine wesentliche Rolle. Ein knappes Immobilienangebot trifft auf eine Nachfrage, die zunehmend international geprägt ist. Antiparos hat sich in den vergangenen Jahren von einem vergleichsweise zurückhaltenden Ferienziel zu einem Standort für hochwertige Zweitwohnsitze und Luxusimmobilien entwickelt.

Die Preisentwicklung fällt entsprechend deutlich aus: Seit 2019 haben sich die Angebotspreise auf der Insel nahezu verdoppelt. Damit gehört Antiparos zu den dynamischsten Teilmärkten innerhalb der griechischen Inselimmobilien.

Unterschiedliche Entwicklung innerhalb der Kykladen

Die steigenden Preise auf Antiparos lassen sich allerdings nicht ohne Weiteres auf sämtliche Kykladeninseln übertragen. Während Antiparos und Amorgos zuletzt zu den Märkten mit besonders kräftigen jährlichen Preissteigerungen zählten, wurden auf mehreren etablierten Ferieninseln leichte Rückgänge registriert.

Auf Mykonos, Santorin, Folegandros, Sikinos und Andros lagen die Angebotspreise im zweiten Quartal 2026 rund ein bis sechs Prozent unter dem Vorjahresniveau. Auf Naxos bewegten sich die Preise dagegen weitgehend seitwärts.

Die Zahlen zeigen damit eine zunehmende Differenzierung des Inselmarktes. Bekannte Destinationen mit bereits sehr hohem Preisniveau entwickeln sich nicht zwangsläufig stärker als kleinere Standorte. Für Investoren gewinnen Faktoren wie verfügbares Bauland, Neubauangebot, internationale Positionierung und die Entwicklung des Tourismus zunehmend an Bedeutung.

Internationale Käufer bleiben wichtiger Markttreiber

Die Kykladen gehören weiterhin zu den gefragtesten Regionen des griechischen Immobilienmarktes. Bei der Nachfrage griechischer Interessenten nach Inselimmobilien stehen sie an erster Stelle. Dahinter folgen die Region Heraklion auf Kreta, die Saronischen Inseln, Chania sowie die Dodekanes-Inseln.

Auch aus dem Ausland bleibt das Interesse hoch. Besonders Käufer aus den USA suchen nach Immobilien auf den griechischen Inseln. Es folgen Interessenten aus Großbritannien, Deutschland, den Niederlanden und Frankreich. Im Mittelpunkt der internationalen Nachfrage stehen vor allem die Kykladen und die Dodekanes.

Die Entwicklung auf Antiparos verdeutlicht zugleich, wie stark einzelne kleinere Inselmärkte inzwischen vom internationalen Segment geprägt werden. Hochwertige Ferienhäuser werden dabei nicht mehr ausschließlich zur Eigennutzung erworben. Sie dienen zunehmend auch als Anlageobjekte, die über die touristische Vermietung Erträge erwirtschaften sollen.

Immobilienpreise auf den Ägäis-Inseln steigen weiter

Insgesamt setzte sich die Aufwärtsbewegung auf den griechischen Inselmärkten im zweiten Quartal 2026 fort. Auf den Ägäis-Inseln lag der durchschnittliche Angebotspreis für Wohnimmobilien bei 2.941 Euro pro Quadratmeter. Gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht dies einem Anstieg von 5,9 Prozent.

Antiparos hebt sich von diesem Durchschnitt inzwischen deutlich ab. Mit rund 7.600 Euro pro Quadratmeter kostet eine angebotene Immobilie dort im Mittel mehr als zweieinhalbmal so viel wie im Durchschnitt der Ägäis-Inseln.

Dass Antiparos Mykonos bei den durchschnittlichen Angebotspreisen überholt hat, bedeutet allerdings nicht, dass Mykonos seine Stellung im absoluten Luxussegment verloren hat. Dort werden für hochwertige Villen weiterhin deutlich höhere Quadratmeterpreise aufgerufen. Untersuchungen zum Luxussegment weisen für Mykonos Medianwerte von mehr als 16.000 Euro pro Quadratmeter und Spitzenpreise von bis zu 30.000 Euro pro Quadratmeter aus.

Quelle: Imerisia.gr

Dieser Beitrag wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.

Mehr aus dieser Rubrik

Gewerbeimmobilien

Symbolbild: Modernes Büro im Zentrum einer griechischen Großstadt

Quelle: KI-generiert

Gewerbeimmobilien: Baugenehmigungen für Büros verdreifacht

In Griechenland hat sich die Zahl der Baugenehmigungen für neue Büroflächen im Jahr 2025 gegenüber 2019 verdreifacht. Neben dem Mangel an modernen Objekten treibt vor allem die schrittweise Rückkehr aus dem Homeoffice die Bautätigkeit an.

18. August 2026

Mietmarkt Athen

Bezahlbare Wohnungen sind für Studierende in Athen schwer zu finden.

Steigende Mietpreise erschweren Wohnungssuche für Studierende

Nach der Veröffentlichung der universitären Zulassungsergebnisse hat in Griechenland die Suche nach Studentensegment-Immobilien begonnen. Anhaltend steigende Preise stellen angehende Studierende und deren Familien vor große Herausforderungen.

17. August 2026