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Zwangsversteigerung

Saliarelis-Turm auf Ägina: Neue Zwangsversteigerung im September

Der historische Saliarelis-Turm auf der Insel Ägina steht im September erneut zur elektronischen Auktion. Nach erfolglosen Bietverfahren wird das Anwesen nun mit einem reduzierten Startpreis angeboten.

20. August 2026 · Daniel Große · Attika ·

Der Saliarelis-Tower wird erneut versteigert
Der Saliarelis-Tower wird erneut versteigertQuelle: KI-generiert

Für den historischen „Saliarelis-Tower“ auf der griechischen Insel Ägina steht der nächste Zwangsversteigerungsversuch bevor. Nachdem mehrere Auktionen ohne Käufer geblieben sind, wurde der Startpreis erneut deutlich reduziert. Am 4. September 2026 soll das denkmalgeschützte Anwesen nun mit einem Mindestgebot von 3,4866 Millionen Euro unter den Hammer kommen.

Damit liegt der Preis 35 Prozent unter den zuvor angesetzten 5,364 Millionen Euro. Das entspricht einem Abschlag von rund 1,88 Millionen Euro. Noch im Frühjahr hatte ein Gericht den Wert des Anwesens erheblich nach oben korrigiert.

Versteigert wird das vollständige Eigentum an einem rund 15.030 Quadratmeter großen Grundstück im Gebiet „Plakakia – Akrotiri“ auf Ägina. Auf dem Areal befinden sich das historische Hauptgebäude und weitere Nebengebäude.

Das Hauptgebäude verfügt laut Versteigerungsunterlagen über ein 185 Quadratmeter großes Untergeschoss, ein Erdgeschoss mit 200 Quadratmetern sowie ein Obergeschoss mit weiteren 185 Quadratmetern. Im Erdgeschoss befinden sich fünf Zimmer, Küche und WC, im Obergeschoss vier Zimmer, ein Büro sowie weitere Nebenräume. Hinzu kommen Nebengebäude mit insgesamt 109 Quadratmetern. Die in den Unterlagen ausgewiesenen Gebäudeflächen summieren sich damit auf rund 679 Quadratmeter.

Eigentümerin ist die Gesellschaft ARSAL S.A. des Unternehmers Argyris Saliarelis, der in Griechenland unter anderem als früherer Präsident und Hauptaktionär des Fußballclubs Olympiakos Piräus bekannt ist.

Mehrere Versteigerungen bereits gescheitert

Der erste angesetzte Versteigerungstermin war der 16. Juli 2025. Damals lag der Startpreis bei 1,657 Millionen Euro, während sich die zugrunde liegende Forderung auf 391.531,81 Euro belief. Die Auktion wurde jedoch kurz vor dem Termin ausgesetzt.

Ein weiterer Termin wurde für den 18. Februar 2026 angesetzt. Auch dieser Versuch führte nicht zum Verkauf. Nach einer erneuten Aktivierung des Verfahrens war schließlich der 29. April 2026 vorgesehen.

Saliarelis und ARSAL gingen daraufhin gerichtlich gegen die Bewertung des Grundstücks vor. Das zuständige Gericht gab ihnen in einem wesentlichen Punkt Recht und hob den Startpreis mit einer am 20. April 2026 veröffentlichten Entscheidung von 1,657 Millionen Euro auf 5,364 Millionen Euro an. Das entsprach einem Aufschlag von 3,707 Millionen Euro.

Doch auch zu diesem Preis fand sich kein Käufer. Die Auktionen am 29. April und am 3. Juni 2026 blieben erfolglos. Für einen weiteren Versuch am 3. Juli wurde der Preis um 20 Prozent auf 4,2912 Millionen Euro reduziert. Auch diese Versteigerung endete ohne Zuschlag.

Nun folgt im September der nächste Versuch zu 3,4866 Millionen Euro.

Gericht bescheinigte dem Anwesen hohen Wert

Bei der Neubewertung hatte das Gericht unter anderem die Bauqualität, die Ausstattung, die Lage und die historische Bedeutung des Anwesens berücksichtigt. Nach einer Innen- und Außenbesichtigung wurden insbesondere die verwendeten hochwertigen Materialien und die überdurchschnittliche Bauqualität hervorgehoben.

Auch die Nachfrage nach großen und hochwertigen Anwesen auf Ägina floss in die Bewertung ein. Hinzu kommt der Denkmalschutz: Der Tower ist vom griechischen Kulturministerium als historisches Baudenkmal und als Kunstwerk eingestuft.

Nach Einschätzung des Gerichts befindet sich die Immobilie in sehr gutem Zustand und ist vollständig nutzbar. Als mögliche Nutzungen wurden eine private Ferien- oder Landresidenz, ein Premium-Boutique-Hotel, eine gemeinnützige Einrichtung sowie ein Veranstaltungsort für gesellschaftliche und kulturelle Veranstaltungen genannt.

Das Anwesen wird bereits seit Jahren unter anderem für Hochzeiten und Taufen genutzt. Am 27. Mai 2023 fand dort beispielsweise die Hochzeitsfeier des griechischen Sängers und Schauspielers Panos Mouzourakis mit der Apothekerin Marilou Kozari statt.

Darlehensstreit führte zum Vollstreckungsverfahren

Hinter der Zwangsversteigerung steht ein finanzieller Streit zwischen Saliarelis und dem Unternehmer Panagiotis Kozaris, dem Vater von Marilou Kozari.

Ausgangspunkt war nach den Gerichtsunterlagen ein im April 2024 geschlossener Darlehensvertrag mit Argyris Saliarelis. Daraus entwickelte sich später das Vollstreckungsverfahren gegen die Gesellschaft ARSAL.

Frühere Probleme auf Ägina

Für das Unternehmen sind Immobilienversteigerungen auf Ägina allerdings nicht neu. Bereits seit Oktober 2019 war ein weiteres Grundstück von ARSAL im Gebiet Fanari beziehungsweise Plakakia Gegenstand mehrerer Versteigerungen. Dieses rund 6.675 Quadratmeter große Grundstück mit Lagergebäude und Brunnen wurde zunächst mit 700.000 Euro angesetzt. Später sank der Startpreis auf 650.000 Euro und schließlich auf 500.000 Euro. Am 8. Dezember 2021 wurde das Grundstück für 562.000 Euro verkauft.

Quelle: Newmoney.gr

Dieser Beitrag wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.

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